Hourglass and pebbles

Meditations Timer

Meditations-Timer

Ein ruhiger Begleiter für die tägliche Atempraxis.

Im Hawaiianischen trägt das Wort Hawai’i selbst eine tiefe Bedeutung: Ha ist der Atem, der Lebenshauch. Wai heisst wörtlich Wasser, ist aber zugleich ein Codewort für Mana, die Lebenskraft. ‚i bedeutet das Höchste. Zusammen also: «das höchste Mana, das auf dem Atem reitet.» Wenn ein alter Hawaiianer gefragt wurde, wo er lebe, antwortete er «Hawai’i», und meinte damit nicht nur die Insel, sondern: «Ich lebe im höchsten Mana, das auf dem Atem reitet.»

Eine kleine Anekdote aus derselben Tradition: Als die ersten westlichen Besucher auf Hawai’i ankamen, beobachteten die Hawaiianer sie genau und bemerkten, dass diese Fremden nicht bewusst atmeten. Sie nannten sie daraufhin Haole, von Ha (Atem) und Ole (fehlend), also «die Atemlosen.» Der Name ist bis heute geblieben.

Bereits zehn Minuten bewusstes, ruhiges Atmen genügen, um dem Nervensystem ein klares Signal der Sicherheit zu senden. Der Puls verlangsamt sich, die Muskeln lösen sich, das Denken wird klarer. Was zunächst wie eine kleine Pause wirkt, ist in Wahrheit eine tiefe Rückkehr zu uns selbst, zum Hawai’i in uns.

Der Timer folgt in etwa dem Rhythmus der Ki-Atmung nach Koichi Tohei: zehn Sekunden einatmen, kurze Pause, zehn Sekunden ausatmen, kurze Pause. Etwa drei tiefe Atemzüge pro Minute. Atme ruhig durch die Nase ein und aus. In der traditionellen Praxis können die Phasen deutlich länger sein, zehn Sekunden sind eine machbare Annäherung für den Alltag. Für Einsteiger kann auch das schon lang wirken, das ist normal. Lass in diesem Fall die Aufmerksamkeit einfach dem auf- und absteigenden Ton folgen und atme dabei in deinem eigenen, entspannten Rhythmus. Mit der Zeit wird sich der Atem von selbst verlängern. Die Ki- und Ha-Atmung in ihrer vollen Form vermittle ich in meinem zweimonatlichen Seminar → Ki & Klang.

Der optionale Atemton arbeitet mit zwei Solfeggio-Frequenzen: 285 Hz (traditionell Regeneration und körperlicher Heilung zugeordnet) und 417 Hz (verbunden mit Wandel und Loslassen). Die aufsteigende Tonbewegung beim Einatmen öffnet, die absteigende beim Ausatmen lässt los. Wer Stille bevorzugt, lässt ihn einfach aus und meditiert in Ruhe.